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    Realisierungswettbewerb Areal Festplatz Emmendingen

    OrtStadt Emmendingen
    Flächeca. 33000m2 BGF
    AusloberStadt Emmendingen
    Landschaftgrabner huber lipp Landschaftsarchitekten
    Datum2026
    MitarbeitPeter Scheller, Charlotte Burdach, Eva Erndl, Leo von Wild

    Ort

    Die Fläche des derzeitigen großen Parkplatzes an einer lauten Straße nahe dem Kanal der Elz ist ein wichtiger Baustein im laufenden und zukünftig fortgeführten Umbau des Stadtkörpers von Emmendingen. In unmittelbarer Nachbarschaft, ein Verbrauchermarkt und im Süden das Dietsche-Areal, eine große Produktionsstruktur, sind Zeugen der bisherigen großmaßstäblichen Struktur an diesem Ort. Die Lage ist besonders. Im Norden bietet die Schützenstraße eine einfache Querung über die Elz, die weitergeführt wird über die Karl Bautz Straße als Spazierweg in die Mitte der Altstadt. Im Süden, die Kaiserstuhlstraße und weiter als Freiburger Straße über die Bahngleise ebenso nahe hin zum Stadtzentrum. Dort trifft die Freiburger Straße allerdings auf ein weiteres großmaßstäbliches Areal, welches mittelfristig auch einer Umwidmung unterzogen wird. Die Lage am südlichen Fuß des Schwarzwalds, als Baustein einer kleinen Stadt, lässt den Parameter für neues Wohnen sehr attraktiv erscheinen. Insbesondere die Nachbarschaft mit öffentlichen Nutzungen wie dem Landratsamt und bestehende Gaststätten und Einkaufsmöglichkeiten bieten eine städtische Basis für das Wohnen. Die laute Straße am Elzdamm stellt allerdings eine gewisse Einschränkung der Lage dar. Gleichsam schichtweise vom Elzdamm aus der lauten Verkehrsstraße, aber mit der Wasserfront als Gegenüber, fügt sich der neue Stadtbaustein über einen großzügigen Grünraum mit einer Fahrrad- und Fußgängerverbindung bis zu dem Landratsamt an der Schwarzwaldstraße und schließlich der Bestandsbebauung hin zu den Bahngleisen und der Altstadt. Die Größe des Perimeters erlaubt es einen eigenen Quartiersbaustein zu denken.

    Konzept

    Es gilt also ein Raumgefüge zu entwerfen und unterschiedliche Typen des Wohnens, des Miteinanders zu bestimmen. Gleichzeitig besetzt das stadtklimatische Denken Gärten und Gartenhöfen die Lebensqualität in Zeiten des Klimawandels. Der Maßstab des Quartiersbausteins wird zum Elzdamm klar kommuniziert. Hier dient die zwei bis dreigeschossige lang gestreckte Parkgarage gleichsam als Sockel hinter den bestehenden Baumkronen für die neuen Wohngebäude. Erhaben und durch Schallschutzgalerien verbunden, die auch als Freibereiche dienen, weist diese Struktur auf die Lage an der Elz hin und setzt einen städtischen Maßstab am Ort. Dabei vermittelt ein siebengeschossiger Baustein zur Kaiserstuhlstraße den Eingang zum Quartier und bietet auch einen relevanten Anknüpfungspunkt zur möglichen Umwidmung des zukünftigen Dietsche-Areals. Am nördlichen Ende formt eine weitere kleine Dominante die Adresse des Quartiers zum runden Platz an der Karl Bautz Straße mit den Nutzungen des Einzelhandels, der neuen Kindertagesstätte, des Landratsamts und der im Norden bestehenden Gaststätten. Zum Inneren des Quartiers fügen sich viergeschossige Häuser mit einem polygonalen fünfgeschossigen Kopfbau zu einer Struktur der Nachbarschaft. Zwischen diesen Gebäuden entstehen Freibereiche für Anwohnende, die als Spielwiesen und auch Vorfelder der Adressen der südlichen Häuser gelesen werden können. Die Kopfbauten orientieren sich mehr seitig zur zentralen parkartigen Grünfläche, die als Gegenüber die Erweiterung und dem Bestand des Landratsamtes bestimmt. In diesen Freiraum wird der übergeordnete Fuß- und Radweg eingeschrieben. Von diesem aus führen Wege hin zu den Hofgärten der neuen Bebauung. Längs der Bebauung am Elzdamm liegt eine „Route Interieure“, die als Erschließungsrückgrat fungiert und für Nutzfahrzeuge (Feuerwehr, Müll) befahrbar ist. Der motorisierte Individualverkehr wird im Süden in die Quartiersgarage geleitet und verlässt diese wieder im Norden zur Karl Bautz Straße hin. Eine absolute Minimalisierung von Unterbau der Gebäude und damit Versiegelung der Flächen ist das Ziel des Entwurfs.

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